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Es werden Posts vom 2015 angezeigt.

CFS/ME: Gib die Hoffnung auf!

Manchmal denke ich, es macht gar keinen Unterschied ob ich nun aktiv etwas gegen die Krankheit unternehme oder nicht. Es geht mir trotz meiner Bemühungen immer etwa gleich. Mal besser mal schlechter. Definitiv besser als vor 2 Jahren, das schon,  ich kann wieder mehr unternehmen. Aber vielleicht ginge es mir genau gleich, wenn ich der Krankheit einfach ihren Lauf gelassen hätte? Jedenfalls werde ich nun die Hoffnung auf Besserung aufgeben. Hoffen heisst, auf ein besseres Morgen zu warten und dieses Hoffnung raubt mir die Gegenwart. Klar möchte ich gesund werden, das wäre wunderbar aber wer weiss, ob das eintreffen wird Ich werde versuchen die guten Momente die der Tag bringt zu geniessen und die schlechten durchziehen lassen, ohne mich gross damit zu beschäftigen und mein Leben mit Müdigkeit und all den Einschränkungen einfach mal so akzeptieren, wie es nun eben ist. Es bringt mir gar nichts, etwas zu wollen, das ich momentan nicht haben kann. Einfacher gesagt als getan … Aber ich denke,…

Am Rande ...

Es ist euch sicher schon aufgefallen, dass ich mich öfters wiederhole oder mich in einen Posts manchmal widerspreche. Dieser Blog spiegelt meinen Weg mit CFS wider. Gewisse Einsichten verändern sich mit der Zeit, neue kommen dazu und was mir am Anfang wichtig schien, hat seine Bedeutung verloren. Ich werde also weiterhin frisch von der Leber schreiben auch mit Widersprüchen. Zudem lasse ich was mal geschrieben ist so stehen und korrigiere alte Einträge nicht.

Herzlich,
Christine



Freundschaft

Was mich immer noch sehr beschäftigt ist das Thema Freundschaft und vor allem die Bedeutung der Freundschaft in diesen einsamen, harten Zeiten.
Wo waren meine Freunde in diesen dunklen Tagen & Nächten? Habe ich ungenügend kommuniziert, wie schlecht es mir wirklich geht, wie rabenschwarz es in meiner Seele aussieht?Sehen sie schlicht keine Notwendigkeit anzurufen oder mich zu besuchen? Habe ich die Momente vergessen WENN sie sich gekümmert haben und erinnere ich mich nur an die einsamen Tage wenn sie es nicht taten? Habe ich nicht mehr Unterstützung weil mein (ungesunder) Drang nach Selbständigkeit verhindert, dass ich genug danach frage? Wo waren sie, als ich sie so dringend gebraucht hätte, sei es um eine Erledigung gegangen oder um eine so dringend benötigte Prise Hoffnung & Trost. Wie damit umgehen dass zum Verlust eines „normalen“ Lebens auch noch der Verlust von Freundschaften zu verkraften ist?
Diese Fragen sind für mich immer noch schmerzhaft. Diese Gleichgültigkeitmeinem…

Mittags nicht zu schlafen bedeutet Stress

Ich lege mich auf der Arbeit jeden Mittag hin. Wie ich schon geschrieben habe, hab ich mir dafür extra einen Liegestuhl gekauft und den auf der Arbeit in den Keller gestellt. Ohne diesen Mittagsschlaf, würde ich den Arbeitstag kaum überstehen. Es gibt Tage, da freue ich mich bereits beim Aufstehen darauf, mich am Mittag hinlegen zu können. 

Anfangs habe ich mich für mein Nickerchen geschämt und versucht, meine Angewohnheit zu verstecken. Schlaf ist ja nicht eben angesagt in unserer Leistungsgesellschaft. Inzwischen haben sich alle daran gewöhnt, dass Christine im Keller einen Liegestuhl stehen hat. Zudem ziehe ich mich zur Meditation zurück und nicht zum Schlafen ...
Es kommt nun sogar vor, dass ich Kollegen von "meiner" Liege verscheuchen muss. Es haben nun auch andere rausgefunden, wie gut so eine Auszeit tut. Nur liegt die Müdigkeit bei ihnen nicht an CFS sondern an der anstrengenden Freizeit :-)

Es ist ja schon länger bekannt, dass eine Siesta gut tut und sich die Batterien…

Zitat des Tages

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Schreiben als Draht zur Welt

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Wer gerne schreibt und sich isoliert und von der Umwelt abgeschnitten fühlt, dem empfehle ich postcrossing. Ist eine schöne Art, sich die Welt ins Wohnzimmer zu holen und gleichzeitig sein Englisch aufzufrischen.
Diese Karte habe ich aus Amerika bekommen. Die strahlt so viel Lebensfreude aus und stellt mich jedes Mal auf wenn ich sie anschaue. Aus China habe ich die Aufnahme eines Karussells gekriegt, ob dieser Schreiber wohl gespürt hat, wie ich mich oft fühle ...


Wer sich selber eine Freude machen will, kann sich (oder natürlich auch jemand anderem) über diese App der Schweizer Post Gratispostkarten schicken (funktioniert nur in der Schweiz und im FL). Ich habe dies eine zeitlang gemacht und mir zB Fotos meiner Joggingschuhe geschickt um mich daran zu erinnern, wohin ich will.

Happy Sunday!
Christine



Konzentration auf Symptome, Grübeln

Oh Wunder, ich habe in den letzten Wochen tatsächlich Momente, in denen meine Gedanken nicht um CFS kreisen. Das ist so befreiend. Nach der langen Zeit in der ich mich nonstop müde, unwohl, innerlich nervös und so fühlte, als würde ich von überall her attackiert, tut es gut, durchatmen zu können.

Mich von der Konzentration auf die Symptome abzulenken, finde ich nach wie vor der Schlüssel auf dem Weg zur Heilung. Es gibt viele Möglichkeiten das anzugehen wie das Gupta Programm oder der Rational approach von Loz Evans. Es braucht Zeit, Durchhaltewillen und Disziplin bis die Botschaft im Gehirn ankommt aber ich merke, dass es möglich ist. Weiter würde ich jedem empfehlen, einen guten Therapeuten zu suchen. Das heilt zwar CFS nicht hilft aber einen Platz zu finden um mit dem Stress, dem Frust und der Verzweiflung besser klar zu kommen. Und vor allem den enormen Leidensdruck abladen zu können.

Wenn ich merke, dass ich in einem Gedankenkarussell feststecke, hilft es mir die Kopfhörer aufz…

Das Wort zum Sonntag

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Hinfallen Aufstehen Krone richten weitergehen

Leichter Aufwärtstrend

Meine Strategie der Hoffnungslosigkeit scheint sich zu bewähren. Ich komme viel besser mit dem CFS Leben klar. Meist kann ich Tiefs viel besser vorbeiziehen lassen. Ich versuche sie nicht zu beachten mit einer Mir-Doch-Egal-Einstellung. Soll der Körper doch Symptome produzieren: mir doch egal. Es ist schwierig wenn die Krankheit schon so lange dauert, aus dem Loop auszubrechen, man wird ängstlich und ist Non-Stop auf der Lauer. Aber es ist nun an der Zeit, dass ich mich von dieser Krankheit verabschiede. Diese Konditionierung auf die Symptome ist wirklich ein Elend. Es scheint mir, dass ich mir die im Anfangsstadium der Erkrankung angeeignet habe und nun nicht mehr überwinden kann als hätte sie sich tief im Gehirn eingegraben. An schlechten Tagen kreisen meine Gedanken in einer Endlosschlaufe um CFS es ist mir dann fast unmöglich, mich davon zu distanzieren. Da hilft es mir am besten, die Kopfhörer aufzusetzen und die Musik so laut einzustellen, dass ich meine eigenen Gedanken nicht m…

CFS/ME: warum kompliziert wenn es auch einfach geht ...

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very funny :-)







Gupta's STOP-STOP-STOP

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Wer das Gupta Retraining macht, kennt es zur Genüge. Jeder negative Gedanke wird mit einem dezidierten "STOP-"STOP-STOP! unterbrochen. Da das auf Dauer - bei gefühlten 1000 negativen Gedanken am Tag - öde wird, hier ein paar (nicht zu ernst gemeinte) Alternativen:

Ruhe da oben!es reicht oder auf gut berndeutsch: äs längt!stop in den name of love 😀keine Gefahr in Sichtso whatmüde? na und!jetzt reicht's! Mundart: itz isch de gnue Höi dunge! schalalala kann wahlweise durch schubidubidu ersetzt werden ...Psst, Ruhe bitte!genug jetzt!basta!die 7er-Reihe rauf und runter aufsagen Wie stoppt ihr die negativen Muster?
Wir sind FREI zu glauben was wir wollen, auch wenn die wiederkehrenden Gedanken eine Plage sind!
😀 Herzlich, Christine


Motzblogpost

Hallo ihr stillen Leser!

Ich habe vor knapp einem Jahr mit diesem Blog  begonnen, weil ich mir den Austausch mit anderen CFS Betroffenen gewünscht und erhofft habe. Leider ist das nicht eingetroffen. Ich schreibe mir die Finger wund und erhalte kaum ein Feedback und das macht auf Dauer weder Freude noch Sinn. Schade. Ich sehe ja, dass die Beiträge fleißig gelesen werden. Warum schreibt ihr keine Kommentare, gebt auch mir einmal einen Tipp oder eure Erfahrung weiter?

Herzlich,
Christine

Hirnwellen / Brainwave Training / binaural Beats

Die die meinen Blog verfolgen wissen, dass ich nicht gross an die These eines Virus glaube, der CFS verursacht. Vielmehr denke ich, dass CFS von uns selber kommt. Irgendwie haben wir es geschafft, die Krankheit  durch unser Verhalten und unseren Lebensstil zu kreieren. Es ist nicht etwas von aussen, das uns attackiert sondern UNSERE Realität, unsere Gedanken und Emotionen haben uns in diesen Teufelskreis gebracht. Ja, nicht alle werden mit dieser Aussage einverstanden sein aber das ist meine Meinung, die so für mich stimmt. Und ich weiss, dass die Symptome sehr real sind, ich erlebe es täglich.
Ich bin davon überzeugt, dass dieser Zustand (teilweise) rückgängig gemacht werden kann. Wenn es gelingt neue Gedankenmuster zu kreieren, den fight or flight  Zirkel zu durchbrechen und das Nervensystem (allgemein ausgedrückt) zu beruhigen, werden sich auch die Symptome von Müdigkeit, Schwäche und Schmerzen langsam bessern. Das Gupta Programm zielt in diese Richtung, Yoga, Massagen und Meditat…

wie weiter ...

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Und schon gehört meine Auszeit der Vergangenheit an. Ich bin 3 Wochen durch Laos/Vietnam gereist und es ging mir erstaunlich gut. Die Reise hat mir gezeigt, dass trotz und mit CFS vieles möglich ist!
Endlich konnte ich meinen Kopf lüften. Ich hab mir im Vorfeld grosse Sorgen gemacht, ob ich die lange Reise, die Hitze, den Lärm und das Alleinreisen meistern kann und weiss nun: ja, ich kann das! Mit vielen Ruhepausen und noch mehr Massagen plus Vitamin C und D-Ribose war ich gut unterwegs.

Zurück im Alltag und auf der Arbeit plagen mich die Erschöpfung, die schweren Beine und das Grübeln wieder stärker. Ich frage mich, ob abgesehen von der sorglosen Zeit, auch die Nahrungsumstellung eine Rolle gespielt hat, dass es mir so viel besser ging. Es geht nun wirklich darum herauszufinden, was mir helfen könnte. Ich bin schon länger in einer Art Plateauphase, es geht mir bedeutend besser als vor einem Jahr aber ich komme einfach nicht auf die nächste Stufe Richtung Gesundheit.

In letzter Zeit …

Update Gupta Amygdala Retraining

Ich mache nun seit 2 Monaten das Amygdala Retraining und von allem was ich bisher probiert habe, hat mir das am meisten geholfen. Da ich arbeite, bringe ich nicht so viel Zeit dafür auf, wie eigentlich vorgesehen wäre. Ich habe es meinen Möglichkeiten und Bedürfnissen angepasst. Ich benutze das Programm wie ein Werkzeugkasten und bediene mich der Werkzeuge, die mir am meisten helfen.

Vorweg möchte ich sagen, dass die Aufmachung der DVDs/Homepage keinen Design Preis gewinnen würde aber das nur am Rande, darum soll es ja hier nicht gehen. Ashok Gupta (so heisst der Mann, der das Programm entwickelt hat) wirkt überzeugend und motivierend und gibt 100 % in dem was er macht. Man hat wirklich das Gefühl, er weiss wovon er spricht und was CFS ist.

Das Programm beinhaltet nichts wirklich Neues sondern ist eine Mischung aus NLP,  Meditation, Visualisierung und Erkenntnissen aus der Hirnforschung. Aber es ist gut zusammengetragen, sodass man nicht die ganze Energie für die Recherche passender Met…

CFS: Was würde ich anders machen

Ich habe mich schon öfters gefragt, was ich im Verlauf der Erkrankung anders gemacht hätte, wenn ich gewusst hätte, was ich jetzt weiss.

Deshalb hier eine Auswahl meiner (vermeintlichen) Irrtümer:
ich hätte mich auf die Suche nach Genesungsgeschichten gemacht und ausschliesslich diese gelesen. Es gibt unzählige davon im Netz auch wenn einem immer zuerst die Horror-geschichten anzuspringen scheinen.ich hätte Vitamine und Nahrungsmittelergänzungen nicht in der Schweiz gekauft und viel Geld gespart.ich hätte viel früher gemerkt, dass etwas überhaupt nicht mehr stimmt mit meinem Körper und mich vom Arzt nicht über Jahre mit Eiseninfusionen abspeisen lassen.ich hätte mich nicht noch mehr angetrieben und mehr Sport gemacht, im Glauben, ich müsste mich einfach mehr anstrengen.ich hätte nicht so viele Stunden im Netz verbracht und nach einem Wundermittel gesucht.ich hätte mich besser um meine Gedanken und Gefühle gekümmert.ich hätte früher mit dem Gupta Programmbegonnen.ich hätte nicht versuch…

Das Wort zum Sonntag ...

... kommt ausnahmsweise erst am Montag. Hier einmal mehr ein "fremder" Blogpost. Der Text ist  englisch und recht lang. Ich hoffe, dass ihr ihn auch so inspirierend findet, wie ich es tue.

Ich wünsche euch eine gute erste Woche im 2015.
Herzlich,
Christine